Nachsaatmischung für Intensivnutzung

Gewichtsanteil

Charakteristik:
zügige Bestandsentwicklung
Verbesserung der Narbendichte
Sicherung von Ertrag und Qualität

Aussaatstärke:
15-20 kg
Gebinde:
10 / 25 kg

Rechtzeitige Nachsaat ist eine Standardmaßnahme , um ertragsstarke Bestände leistungsfähig zu erhalten. Voraussetzung ist jedoch, dass der Ausgangsbestand überwiegend aus wünschenswerten Arten besteht. Wenn Lücken entstanden sind, sollten diese schnellstmöglich geschlossen werden, damit der Ausgangsbestand leistungsfähig bleibt. Nachsaatwürdige Arten wie Deutsches Weidelgras und Weißklee garantieren einen optimalen Ertrag

Der Nachsaatzeitpunkt ist abhängig vom Standort und von der Witterung. Die Befahrbarkeit des Bodens, Bodenfeuchte und der Zustand der Altnarbe spielen hierbei eine entscheidenden Rolle. In eine verfilzte, lebende Narbe sollte nicht nachgesät werden, ggf. sollten künstlich Lücken geschaffen werden (Stiegel), damit sich die jungen Pflanzen etablieren können. 

Das Saatgut benötigt Bodenfeuchte und guten Bodenkontakt, deshalb sollte besonders bei trockenem Boden nach der Nachsaat gewalzt werden, am besten quer zur Saatrichtung. 
Eine rechtzeitige Folgenutzung z.B. durch Mähen oder Beweiden sorgt dafür, dass die Altnarbe keine zu hohe Konkurrenz für die Nachsaat wird

Im Ansaatjahr sollte, wenn möglich, keine Düngung mit Gülle erfolgen, da die jungen Keimlinge sonst verätzt werden könnten. Als mineralische Anfangsdüngung sind maximal 30 kg/ ha zu empfehlen.

Auflaufende Unkräuter sollten möglichst schnell bekämpft werden. In der Regel ist ein Schröpfschnitt bei ca. 15 cm Bestandeshöhe zur Verhinderung der Samenreife ausreichend.

Vorteile der Nachsaat gegenüber einer Neuansaat
  • Die alten Grasnarbe wird nicht zerstört
  • Die Bodenstruktur bleibt erhalten (keine unkontrollierte N-Mobilisierung, keine Erosionsgefahr)
  • Der Futterausfall ist geringer
  • Das Ansaatrisiko ist geringer
  • Die Kosten sind geringer 
  • Wertvollte standortangepasste Arten bleiben erhalten